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Personalvermittlungen sind keine Stellenbörsen



stellen-mittelland.ch: Herr Herzog, als Geschäftsführer der Personal Sigma in Aarau. Sie sichten jeden Tag viele Dossiers. Welche Fehler machen Stellensuchende immer noch häufig? Oder anders gefragt, worauf legen Sie Wert, wenn Sie ein Dossier prüfen?

Urs Herzog: Die Qualität der Dossiers, die wir erhalten, ist mehrheitlich gut. Wichtig dabei ist, dass der Inhalt und die Form eines Dossiers passend zu der Vakanz formuliert werden. Ein lückenloser und mit den Zeugnissen und Zertifikaten korrespondierender Lebenslauf ist die Basis einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Ein Porträtfoto sollte auch unaufgefordert beiliegen. Dies darf den Kandidaten vorteilhaft, aber nicht „übertrieben“ zeigen. In einem Motivationsschreiben möchte man in wenigen, aber aussagekräftigen Sätzen erfahren, warum sich ein Kandidat auf eine Vakanz bewirbt.

stellen-mittelland.ch: Und welche Tipps können Sie einem Bewerber, einer Bewerberin für das Vorstellungsgespräch geben?

Urs Herzog: Ich empfehle den Kandidaten, dass sie sich im Vorfeld über die Aktivitäten der Firma informieren. Pünktlichkeit, passende Kleidung und Schreibunterlagen mit vorbereitenden Notizen sollten selbstverständlich sein. Im Gespräch sich möglichst natürlich und „echt“ präsentieren.
Auch wenn jetzt der Wunsch für ein Stellenwechsel vorliegt, gibt es beim ehemaligen Arbeitgeber sicherlich auch positive Seiten, die es zu erwähnen gilt, und nicht nur Themen, warum dieser verlassen werden möchte. Im Übrigen sollte nicht dies der primäre Antrieb sein, sondern der Wunsch, eine neue Herausforderung in einem neuen Umfeld anzugehen.

stellen-mittelland.ch: Macht es Sinn, wenn man sich beim Personalvermittlungsbüro telefonisch meldet, um nachzufragen, wie die Aussichten in Bezug auf die ausgeschriebene Stelle sind?

Urs Herzog Urs Herzog: Ja, absolut. In diesem ersten Gespräch können bereits erste Erkenntnisse erlangt werden, respektive für den Kandidaten können sich zusätzliche Chancen ergeben.

stellen-mittelland.ch: Sie arbeiten auf Mandatsbasis, das heisst, Sie suchen im Auftrag von Kunden passende Kandidaten?

Urs Herzog: : Ja, dies ist korrekt. Wir sind daran interessiert, fokussiert und mit umfassenden Informationen seitens des Kunden den richtigen Kandidaten zu finden. Wir verzichten dabei auf die aktive Abwerbung von Kandidaten in vergleichbaren Positionen.

stellen-mittelland.ch: Kommt es vor, dass Sie von Stellensuchenden Dossiers zugeschickt bekommen, ohne dass diese sich auf eine konkrete Stelle bewerben?

Urs Herzog: Ja, solche Dossiers erhalten wir immer wieder. Neben einigen Quotenbewerbungen erhalten wir vielfach Unterlagen, die auf Empfehlung bei uns eingereicht werden.

stellen-mittelland.ch: Wie gehen Sie damit um?

Urs Herzog: Wir sichten die eingehenden Dossiers und laden bei Eignung oder bei einem interessanten Profil zum persönlichen Gespräch ein.

stellen-mittelland.ch: Bieten Sie auch Beratungen für Stellensuchende an? Falls ja, was beinhaltet dies und mit welchen Kosten muss man rechnen?

Urs Herzog: Im Rahmen der persönlichen Interviews und Kandidatengespräche Gespräche hat es auch immer wieder genügend Raum, um die eine oder andere beratende Hilfestellung zu leisten.
Eine persönliche Standortanalyse für die Stellensuchenden oder eine reine Beratertätigkeit ist nicht unsere Kernaufgabe und Kompetenz.

stellen-mittelland.ch: Wann empfehlen Sie solche Beratungen? Beim RAV (Regionales Arbeitsvermittlungszentrum) bekommt jemand, der arbeitslos ist, ja gratis eine Beratung.

Urs Herzog: Wie bereits erwähnt, unsere Aufgabe ist es, den richtigen Kandidaten für unsere Auftraggeber zu finden. Um Arbeitssuchende über die Möglichkeiten im Arbeitsmarkt zu informieren, ist das RAV sicherlich idealer.

stellen-mittelland.ch: Sie bieten auf Ihrer Website auch eine sogenannte Personalstrasse an. Was verstehen Sie darunter?

Urs Herzog: Die Personalstrasse hat zum Ziel, eine anfänglich temporäre Anstellungsform in eine dauerhafte, unbefristete Anstellung im Einsatzbetrieb zu überführen. In der Regel wird diese Variante von den Unternehmungen gewählt, um mit dem Kandidaten eine "Probezeit " in dem realen Umfeld zu absolvieren. Ein Try and Hire sollte nicht länger als drei Monate dauern.

stellen-mittelland.ch: Vielen Dank, Herr Herzog, für das spannende Interview!

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